7 STRATEGIEN, WENN ÄNGSTE UND ZWEIFEL UNS BREMSEN

Wir kennen sie alle: die kleinen und die großen Ängste, die sich in uns breit machen. Wir kennen die Zweifel, die uns regelmäßig bremsen.
Die Fähigkeit, mit unseren Gefühlen konstruktiv umgehen können, macht häufig den Unterschied zwischen Erfolg und Scheitern in unserem Leben aus.

Wenn wir uns und unser Leben verändern wollen, dann werden die meisten von uns immer wieder an den Punkt kommen, an dem wir Angst und Zweifel verspüren. Wenn wir nun in so einem schwierigen Augenblick mit diesen Gefühlen nicht konstruktiv umgehen können, dann kann es schnell passieren:

• dass wir alles schnell wieder hinschmeißen,
• uns selbst blockieren, weil uns der Mut zur Entscheidung fehlt
• Kurzschluss-Entscheidungen treffen
• oder andere Dinge machen, die wir später bereuen.

VOM SINN UND UNSINN DER  ÄNGSTE UND ZWEIFEL

Manchmal können sie auch ganz nützlich sein, wenn es darum geht, eine Entscheidung zu treffen. Die Frage ist nur: „Wie gehen wir damit um?“ Überlegen wir in Ruhe und klar fokussiert die Vor – und Nachteile unserer Entscheidung oder lassen wir uns von den Ängsten und Zweifeln den Weg versperren? Das wäre fatal, denn wir würden uns damit selbst den Weg abschneiden.

WAS BIST DU FÜR EINER?

Es gibt die, die sich Hals über Kopf in ein neues Thema stürzen und die, die zu den oben beschriebenen gehören. Frage dich an dieser Stelle doch mal, wo du hingehörst. Weder das eine noch das andere wäre förderlich für dich. Du brauchst die gesunde Mischung aus beidem.

WO STEHST DU AUF DER SKALA?

Wenn du dir jetzt eine Skala von 1-10 aufmalst, wo würdest du dich platzieren? Wärst du eher weiter unten zu finden oder bei den Menschen, deren Angst – und Zweifellevel sehr hoch ist?

ENERGIE NUTZEN ODER VERSCHWENDEN?

So wie Ängste und Zweifel zum Leben dazugehören, so können sie uns jede Menge nützlicher und positiver Energie rauben. Die Folge ist, dass wir krampfhaft versuchen unsere Ängste zu vertreiben und damit dem ganzen Bereich einen immens großen Fokus geben. Du wirst merken, dass sich Ängste und Zweifel immer mehr manifestieren und dir keinen Raum lassen, deine Energie dem Eigentlichen zu geben.

7 STRATEGIEN, WENN ÄNGSTE UND ZWEIFEL UNS BREMSEN

1. Nimm die Ängste und Zweifel an
Wenn du es schaffst, nicht länger dagegen anzukämpfen, und sie zu akzeptieren, dann wirst du dir selbst nicht länger im Weg stehen und unnötige Energie für hinderliche Gefühle verschwenden.

2. Verdränge nichts
Wir sind Meister im Verdrängen und Ablenken. Schiebe deine Gefühle nicht weg, sondern akzeptiere sie, so wie sie sind. Sage dir selbst, dass du damit umgehen kannst und, dass sie völlig okay sind.

3. Kleines, rede mit mir
Manchmal kann es sehr hilfreich sein, sich alles von der Seele zu schreiben. Einfach mal eben auf Papier und bitte auch unbedingt auf Papier. Weshalb hast du Angst? Wo kommt die Angst her? Was könnte dahinter stecken? Welche Gefühle gehen mit deiner Angst einher? Wie und wo spürst du die Angst?

4. Was passiert, wenn
Überlege dir, was passiert, wenn du diese oder jene Entscheidung triffst. Welche positiven Auswirkungen könnte deine Entscheidung mit sich bringen? Mit welchen Schwierigkeiten müsstest du rechnen? Bringt dich deine Entscheidung weiter? Was wäre die Folge, wenn du „ja“ zu deiner Überlegung sagst?

5. Blicke zurück
Wann hast du das letzte Mal deine Angst besiegt?
Diese Situation kann dir als Anker dienen. Du kannst dich in sie zurückversetzen, in die Gedanken und Gefühle, die du hattest. Du kannst dich selbst motivieren, dass du das wiedererleben möchtest.

6. Male ein Bild deiner Angst
So wie einem Redner gesagt wird, er solle sich die Zuhörer in Unterhosen vorstellen, so kannst du deiner Angst auch eine lustige Gestalt geben. Wie heißt es so schön:

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Über welche Figur hast du das letzte Mal so richtig lachen können? Ich meine wirklich und aus vollem Herzen?
Lass diese Figur zu deiner „Anti-Angst-Figur“ werden. Du verbindest Lachen, ein gutes Gefühl und Spaß mit ihr und so kannst du diese Gefühle auf deine Ängste und Zweifel übertragen.

7. Visualisiere dir die Zukunft
Wenn du deine Ängste und Zweifel überwinden willst, dann ist es gut, wenn du dir die Zukunft vorstellst. Wie ist es, wenn du dein Ziel erreicht hast oder das umsetzt, was du eigentlich die ganze Zeit wolltest. Spüre in dich hinein, wie es sich anfühlt – wirklich intensiv mit allen Sinnen.

? Jetzt möchte ich gerne von dir erfahren:

Was sind deine größten Ängste und wie gehst du damit um?

Welche dieser Vorschläge möchtest du ausprobieren, wenn du merkst, dass sich die Angst breit macht?

Oder hast du eigene Wege, von denen die Leser profitieren können? Schreibe mir einfach unten in das Kommentarfeld. Ich bin gespannt darauf!

Online Erfolg ist greifbar, auch für dich, Ulrike

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8 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Ulrike,
    du hast genau die wunden Punkte bei mir getroffen. Solche Gedanken habe ich auch sehr oft. Und genauso oft stehe ich mir selbst im Wege und blockiere mich damit.

    Danke für deine Tipps. Ich mache mir viele zu oft Gedanken und Sorgen.
    Ganz herzliche Grüße
    Sabine W.

  2. Hallo Ulrike,
    danke für diesen wunderbaren Artikel. Du hast mir so aus der Seele gesprochen. Und deine Strategien dazu finde ich sehr gut.
    Danke für deine Unterstützung.
    Liebe Grüße
    Anne Lehner

  3. Wow, wow, wow…hoppla, liebe Ulrike, der Artikel ist wirklich gut geschrieben und hat auch logische Aspekte – allerdings: Angst ist ein Gefühl, Angst wird von einer der wichtigsten Gehirnregion, der Amygdala, aufgerufen. Und wenn Angst da ist, ist zum Beispiel der Hypocampus, der für die Verarbeitung einer Situation (jetzt wirklich sehr laienhaft zum Verständnis dargestellt) zuständig ist, absolut ausgeschaltet, weil er mit dem Cortisol überschwemmt wird. Die weitläufige Meinung, das man Angst, so wie du es oben ganz plausibel beschreibst in den Griff zu bekommen ist nur dann möglich, wenn alle Gehirnregion zusammenarbeiten; Sobald aber die Amygdala eine Situtation als gefährlich einstuft, werden alle nicht lebensnotwendigen Maßnahmen lahmgelegt: Dazu gehört: Denken, das Sprechen, wir kennen da, wenn wir das Gefühl haben, es hat uns die Sprache verschlagen oder einen Kloß im Hals. Wir haben in dieser Situation, das Gefühl, wie paralysiert zu sein und können uns nicht bewegen….alles ausgelöst von der Amygdala, die sie diese Maßnahmen für unser Überleben einsetzt. Und das außerhalb unserer bewussten Kontrolle: Aus meiner täglichen Arbeit weiß ich, dass die meisten Menschen wissen, das sie in bestimmten Situationen Angst haben, wie zum Beispiel Prüfungsangst oder Flugangst und diese Angst wird dann, durch ähnliche Erfahrungen verknüpft, so dass man z. b. eine Projekt umsetzen möchte, aber irgendwie sich entweder nicht dafür entscheidet oder einfach wie die Katze um den heißen Brei rennt. Der einzige Weg hier, der am effektivsten ist, ist die auslösende versteckte Ursache, die mit den nachfolgenden Verknüpfungen, logisch oft nicht zu erfassen, anzupeilen und aufzulösen. Eines noch: Natürlich helfen die oben genannten Tipps sehr gut! Aber eben nicht bei jedem und gerade was Angst betrifft…ganz sachte und vorsichtig sein…denn die Amygdala wird auch nur durch Gedanken einer ängstlichen Situation im Hier und Jetzt ausgelöst.
    Mit strahlenden Grüßen
    Elena Sommer
    http://www.mit-erfolg-klopfen.de

    1. Liebe Elena, danke für diese so ausführliche Ergänzung. Wobei wir hier auch zwischen den Ängsten unterscheiden müssen. Flugangst oder Prüfungsangst ist für uns eine viel größere gefühlte Bedrohung, als neue Schritte zu wagen. Viele Ängste beziehen sich auch auf alte Erfahrungen, die wir gemacht haben. Also Angst ist nicht gleich Angst. Und vielleicht würde in meinem Beispiel sogar statt Angst noch besser Blockaden passen.
      Herzliche Grüße
      Ulrike

  4. Ich finde das sind alles tolle Strategien, um sich mit seinen Gefühlen auseinander zu setzen und sie sind sehr gut beschrieben.
    Meine Lieblingsstrategie ist, mit den Gefühlen zu sprechen. Das klappt vielleicht nicht gerade, wenn es in mir drin hoch zu und her geht, doch im Nachhinein klappt das prima. Ich frage die Angst, vor was sie mich schützen will oder was ihre Funktion ist und dann plaudere ich mit ihr, höre mir an, was sie zu sagen hat und mache ihr verständlich, wieso sie sich wieder zurückziehen kann.

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